Königsallee-Renntag – Highlight am Grafenberg

Spannende Rennen, Flair und eine Vielfalt von Angeboten: der Königsallee-Renntag gestern in Grafenberg war ein Höhepunkt in der noch jungen Saison. Neben außergewöhnlichen Rennen genossen die Besucher bei bestem Wetter Entertainment, Modenschau und eine Reihe weiterer Angebote.

Zu den Rennen: Mit dem Sieg der dreijährigen Stute Timeforshowcasing (3,1:1) in den klassischen Horn & Company 106. German 1000 Guineas (125.000 Euro Preisgeld, 1.600 Meter) ging der zweite Klassiker der deutschen Galoppsaison am Sonntag in Düsseldorf nach England.

Nach einem Rennen aus dem Vordertreffen gewann die von Charlie Johnston in Middleham für Jaber Abdullah trainierte Klassestute mit tollem Endspeed unter Jockey Jack Mitchell sicher mit 1½ Längen. Es war der fünfte Sieg beim achten Start für die Engländerin Timeforshowcasing. Ihr Trainer Charlie Johnston gewann erstmals die German 1000 Guineas, und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters Mark Johnston, der dieses Renn in den Jahren 2018 und 2020 gewinnen konnte.

 

Bärenstarker Chiefland

 

Das MERKUR SPIELBANKEN Derby Trial, ein Listenrennen über 2.200 Meter, gilt als eine der interessanten Derbyvorprüfungen im Land. Und schon vor dem Rennen galt der dreijährige Hengst Chiefland aus dem Stall von Liberty Racing 2024 Gold als Favorit. Und der Schützling von Trainer Henk Grewe enttäuschte seine zahlreichen Besitzer nicht, profitierte dabei vor allen Dingen von einem perfekten Rennverlauf, der ihm von seinem Reiter serviert wurde. Siegjockey Leon Wolff kommentierte: „Wir hatten schon immer eine gute Meinung von ihm. Er hat seinen eigenen Kopf, das gefällt mir auch.“

 

Imponierender Heimsieg

 

Bereits im einleitenden Rennen gab es für Albrecht Woeste und seinen Stall Grafenberg allen Grund zum Jubeln. Zuvor hatte seine Stute Cladonia unter Jockey Michael Cadeddu einen sehenswerten Schlussakkord zum Sieg an den Tag gelegt. Sascha Smrczek trainiert die dreijährige Cracksman-Tochter am heimischen Grafenberg.

Einige Damen waren dem Wunsch von Grafenberg-Geschäftsführerin Andrea Höngesberg gefolgt und hatten besonderen Wert auf ausgefallene Kleidung gelegt.

Den dritten Tageshöhepunkt, ein Ausgleich II über 2.900 Meter, ging an den Kölner Stall von Trainer Andreas Suborics. Unter Stalljockey Benjamin Maire hatte die vierjährige Stute Blue Lips die größten Reserven und gewann das mit 22.000 Euro dotierte Handicaprennen in überzeugender Manier.

Andrea Höngesberg, Geschäftsführerin des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins, zeigte sich dann auch beeindruckt von diesem klassischen Renntag: „Ein besonderer Festtag des Galopprennsport, nicht nur für die Düsseldorfer Gesellschaft. Besonders die internationale Resonanz unseres Stutenklassikers war außergewöhnlich.“

Die nächste Galoppveranstaltung auf dem Düsseldorfer Grafenberg findet am Samstag, 20. Juni, statt. Im sportlichen Mittelpunkt steht dann das Diana Trial, eine mit 30.000 Euro dotierte Listenprüfung für dreijährige Stuten.

Beitragsbild: Mein Lieblingspferd gestern: Chiefland unter Leon Wolff

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