Düsseldorf: Antijüdische Palästinenser-Demo am Samstag – Anreise nach Geschlechtern getrennt

Am Samstag dieser Woche, 14 Uhr, versammeln sich, wie gestern angekündigt, Islamisten und Linke, geeint in dem Hass auf Israel und Juden, zu einer Demo mit Startpunkt Friedrich-Ebert-Straße. Jetzt werden Details bekannt.

Wie die Polizei auf Anfrage mitteilt, hat eine Privatperson die Pali-Demo angemeldet. Sie verläuft von der Friedrich-Ebert-Straße bis zum Graf-Adolf-Platz. Dort treffen die Demonstranten auf eine Gegendemonstration, zu der laut Polizei nur eine dreistellige Zahl von Teilnehmern erwartet wird. Angekündigt hat sie die Aktivistin Rivkah Young. Auch Wolfgang Rolshoven (Foto) Antidiskriminierungsbeauftragter der Stadt, wird dabei sein. Mit dabei ist auch die Organisation Iron Dome Deutschland, wie der Düsseldorfer Journalist Peter Herrmann im Portal Achse des Guten berichtet.

 

 

„Wir vergessen Gaza nicht“

Zum Kontext Juden- und Israelfeindlichkeit zählt auch ein Aufzug aus Neuss, der zur antijüdischen Schlussversammlung am Graf-Adolf-Platz stoßen will. Motto der Demo: „Wir vergessen Gaza nicht. Back to the Roots.“

Journalist Herrmann, verheiratet mit der Islam-Expertin Sigrid Herrmann, berichtet, dass Interessenten in Berlin die nach Geschlechtern getrennte Anreise im „Intifada-Bus“ angeboten werde. Busreisen seien auch aus München, Stuttgart, Hamburg und Bremen geplant.

Bekannte salafistisch-islamistische Influencer, wie die in Düsseldorf lebende Ex-Boxerin Hanna Hansen verbreiteten über soziale Netzwerke Aufrufe zur Kundgebungsteilnahme. Herrmann: „Juden reagieren entsetzt – Medien, Politik und Stadtgesellschaft aber tun bislang so, als ob nichts wäre“. Tatsächlich gibt es, Stand heute, keine Äußerung von Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller zu der antijüdischen Demonstration.

Nach einer Rundum-Recherche im Netz gehe ich davon aus, dass am Samstag mindestens 10.000 Menschen bei den Palästinenser-Freunden mitmarschieren. Die Mobilisierung ist heftig.

 

Grausamste Verbrechen

 

Wohl kein Zufall, dass die große Pali-Demo jetzt stattfindet. Am Montag war Jom Kippur, der höchste israelische Feiertag. Am Samstag wird das Laubhüttenfest begangen, gleichfalls ein hoher Feiertag. Und wenige Tage später, am 7. Oktober, jährt sich zum dritten Mal das Gemetzel an 1.200 Israelis, bei dem die Hamas die grausamsten Verbrechen begangen hat. Israel leidet immer noch unter dem Trauma, das diese Blutorgie ausgelöst hat.

Auch „Ride for Palestine„, eine in Frankreich startende Biker-Demo mit angeblichem Zielpunkt Meerbusch wird vermutlich in Düsseldorf mitfahren, mutmaßt Journalist Herrmann. Biker waren auch bei der Großdemo im letzten Jahr stark vertreten.

Merkwürdig: Die jüdische Gemeinde in Düsseldorf, mit 7000 Mitgliedern eine der größten in Deutschland, nimmt auf ihrer Website keinerlei Bezug auf die Demo – kein Aufruf, an der Gegendemo teilzunehmen. Ein Sprecher kann das bei meinem Anruf nicht erklären.

Ich werde bei der Gegendemo stehen und würde mich freuen, ganz viele Freunde und Bekannte sowie Leser dieses Blogs am Samstag au dem Graf-Adolf-Platz treffen würde.

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