In acht Tagen startet die Rheinkirmes, allerdings ohne die Hauptattraktion „Oracle“. Laut Kirmes-Chef Manfred Kirschenstein könne die erforderliche TÜV-Abnahme nicht mehr rechtzeitig durchgeführt werden.
Das ist insofern bemerkenswert und bedauerlich für unsere großartige Kirmes, als zahlreiche Besucher wegen der zu erwartenden Kicks kommen – schneller, höher, weiter, das gehört für viele zur DNA der Rheinkirmes.
Manfred Kirschensteins Vorgänger Thomas König, der die Kirmes 30 Jahre lang konzipiert hatte, war aus diesem Grund stets darauf bedacht und auch erfolgreich bei der Gewinnung spektakulärer Neuheiten. Die Absage eines als Hauptattraktion vorgesehenen Fahrgeschäfts so kurz vor dem Kirmes-Start schadet dem Umsatz.
Bleibt es bei dieser Absage oder muss man noch mit dem Wegfall einer weiteren Neuheit rechnen? Das angekündigte brandneue Fahrgeschäft Invader steht vielleicht auch auf der Kippe. Noch vor zwei Tagen wurde daran gebaut – im Mönchengladbacher Unternehmen SAD Maschinenbau. Eine Unternehmenssprecherin versicherte mir am Telefon, es werde zur Kirmes fertig sein.
Fertig vielleicht, aber auch einsatzbereit nach TÜV-Prüfung?
Ich rufe bei Schausteller Marvin Dreßen an, der das neue Fahrgeschäft betreiben wird. Als ich sage, worum es geht – Infos zum Invader – wird aufgelegt. Als ich erneut anrufe, geht niemand dran.
Das wirft zumindest Fragen auf.
Den durch den Wegfall von Oracle entstandenen kahlen Fleck in der Kirmeslandschaft füllt Manfred Kirschenstein jetzt mit einem bekannten und sehr beliebten Fahrgeschäft: dem Schlager-Express, das auch von Marvin Dreßen betrieben wird.

Der Schlager-Express – eine beliebte Berg- und Talbahn – © ummet-eck.de / kirmesecke.de
