In diesen Minuten setzt sich die gewaltige judenfeindliche Demonstration mit Startpunkt Friedrich-Ebert-Straße und Endpunkt Graf-Adolf-Platz in Bewegung.
Die Polizei rechnet mit mehr als 10.000 Teilnehmern.
Bild macht die heutige Großdemo bundesweit zum Thema.
Ich werde mir das schreckliche Spektakel gleich anschauen und mich anschließend in die Anti-Demo der jüdischen Mitbürger und deren Freunde am Graf-Adolf-Platz einreihen.
Was bislang nirgendwo Erwähnung fand, bringen Markus Wildhagen (Wandel Antik) und seine Frau heute in einem Instagram Post auf den Punkt: Warum müssen diese Großdemonstrationen immer während der Geschäftszeit stattfinden? Und warum muss die Rheinische Post (der Name wird nicht genannt, aber sie ist gemeint) dazu aufrufen, die Stadt zu meiden?
Auch mein Friseur Gabriel im Salon Finne klagt: „Wir machen heute schon um 14 Uhr dicht, da ja keiner mehr in die Stadt kommt. Durch die Demo entgeht uns mindestens der Umsatz für 16 Kunden.“
Meine Meinung: Unser großer Oberbürgermeister Jochen Erwin hätte einen Weg gefunden, diese Massendemo zu verhindern. Ich erinnere mich noch an eine geplante Demo vor dem Rathaus. Erwin ordnete für diesen Zeitpunkt die Fensterreinigung am Rathaus mit Einsatz von Hubsteigern an. Damit wäre eine Demo zu gefährlich gewesen – abgesagt. Bei unserem jetztigen OB Dr. Stephan Keller sehe ich keine Bemühungen, die massive Schädigung des Einzelhandels zu verhindern.
