Zum „wohl größten Freiluftrestaurant Deutschlands“ erklärt Event-Veranstalter Wellfairs das morgen beginnende Kö-Gourmet-Festival, von dem ich letztes Jahr etwas enttäuscht war – siehe hier.
Mein Resümee war „lieber kleiner und feiner“, denn die Kö platzte aus allen Nähten und das Geschiebe und Gedränge stand aus meiner Sicht dem Erleben und Genießen im Wege. Insofern ist die Wellfairs-Angabe, dass mehr als 220 Aussteller sich präsentieren, für mich eher ein wenig abschreckend.
Der Veranstalter kündigt die Teilnahme von 30 lokalen Gastronomiebetrieben an, eine gute Gelegenheit, insbesondere die neueren Restaurants mal zu beschnuppern. Es sind aber auch klingende Namen dabei: das Rheinturm-Restaurant Qomo, das Lido, die Brasserie Stadthaus und das Ratatouille
Als besonderen Treffpunkt kündigt der Veranstalter die „Piazza Italia“ am Bergischen Löwen an. Dort sind Degustationen, Show Cooking, Modenschau und Livemusik vorgesehen.
Mehr als 30 Winzer und Händler präsentieren beim Festival Weine aus vielen Ländern Europas.
Die Öffnungszeiten:
Freitag, 21. August, 13 bis 22 Uhr
Samstag, 22. August, 11 bis 22 Uhr
Sonntag, 23. August, 11 bis 20 Uhr
Beitragsbild: Gourmet Festival 2025 – Foto: Düsseldorf Blog

Mich überzeugt besonders die Bezeichnung „wohl größtes Freiluftrestaurant Deutschlands“. Das „wohl“ ist klug gesetzt. Es verhindert später juristische Auseinandersetzungen mit irgendeinem Autobahnrastplatz, auf dem zufällig mehr Menschen gleichzeitig eine Bratwurst essen.
220 Aussteller erscheinen mir allerdings als bemerkenswerte Methode, Genuss zu organisieren. Irgendwann überschreitet Vielfalt jene feine Grenze, hinter der man nicht mehr auswählt, sondern flieht. Dreißig Restaurants, dreißig Winzer, Händler, Show Cooking, Modenschau und Livemusik – das klingt weniger nach einem Abendessen als nach einer militärischen Versorgungslage mit Serviette.
Dabei gefällt mir der Gedanke „kleiner und feiner“ ausgesprochen gut. Ein Gourmet-Festival sollte idealerweise nicht daran scheitern, dass man vor lauter Gourmets nicht mehr zum Gourmet gelangt.
Vielleicht braucht es künftig einfach weniger Stände und mehr Zugangsbeschränkung.
Zum Beispiel nur Menschen, die vorher glaubhaft versichern, tatsächlich etwas essen zu wollen. 🦌