Das NRW-Innenministerium hat heute den Verein „Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen” verboten und aufgelöst. Das Polizeipräsidium Düsseldorf verantwortete in diesem Zusammenhang seit den frühen Morgenstunden mit über 1.200 Einsatzkräften aus dem ganzen Land umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen an mehr als 50 Objekten in 28 Städten in Nordrhein-Westfalen.
Die Polizei durchsuchte Wohnungen und Geschäftsräume von Vereinsmitgliedern und Unterstützern u. a. in Leverkusen, Köln, Langenfeld, Monheim am Rhein, Solingen, Dortmund, Oberhausen, Ahaus, Velbert, Duisburg, Bergheim, Gummersbach, Kerpen, Herne, Voerde, Bielefeld, Bochum, Dinslaken, Lünen und Marienheide. Laut Innenministerium handelt es sich um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte Nordrhein-Westfalens.
Innenminister Herbert Reul:
„Wer mit Waffen, Drogen, Gewalt und Einschüchterung sein Geld verdient, muss jederzeit damit rechnen, dass die Polizei morgens im Schlafzimmer steht.“ Die Botschaft, die von der Aktion ausgehe laute „null Toleranz und kein Quadratmeter Rückzugsraum für kriminelle Rocker in Nordrhein-Westfalen.“
Grundlage des Verbots sind Ergebnisse eines Ermittlungsverfahrens des Polizeipräsidiums Düsseldorf unter Leitung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf (ZeOS NRW) u. a. wegen des Verdachts der Bildung bzw. Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
Die Ermittler nahmen einen mit Haftbefehl gesuchten Mann fest und beschlagnahmten
- 10 Motorräder (zumeist Harley Davidson)
- 3 Pkw
- 20 Kutten und weitere Devotionalien
- 7 hochwertige Uhren
- 9 Schusswaffen (2 x Pistole, 7 x PTB "Schreckschuss")
- 26 Hieb- und Stichwaffen (u.a. Schlagringe, Schlagstöcke,
Macheten)
- 114 Betäubungsmittel und andere Substanzen (u.a. Kokain,
Haschisch, Marihuana, Testosteron, Lachgas, Medikamente)
- Niedrige sechsstellige Bargeldsumme
