Rheinbahn: KI für mehr Sicherheit

Mit Blick auf die Rheinkirmes 2026, eine der besucherstärksten Veranstaltungen Düsseldorfs, testet die Rheinbahn erstmals den Einsatz einer durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützten Anomalieerkennung. Die Technologie erkennt Abweichungen vom üblichen Geschehen auf Bahnsteigen und in Bahnhofsanlagen im Videokamerabild – und meldet potenzielle Gefahrensituationen automatisch an die Leitstelle.

Ziel ist laut Rheinbahn, Reaktionszeiten im Ereignisfall deutlich zu verkürzen und die Sicherheit für Fahrgäste weiter zu erhöhen. Erkennt die KI beispielsweise eine Person im Gleisbereich oder eine körperliche Auseinandersetzung auf dem Bahnsteig, wird die Situation automatisch als potenziell kritisch eingestuft und an die Leitstelle gemeldet. Mitarbeiter können dadurch schneller reagieren und notwendige Maßnahmen einleiten. Für die Rheinbahn „ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit unserer Fahrgäste weiter zu stärken“, erklärt Christian Finke, Bereichsleiter Betrieb bei der Rheinbahn. „Wir investieren gezielt in innovative Lösungen, die uns dabei unterstützen, auf neue Herausforderungen schneller und effektiver zu reagieren.“

Im Rahmen eines sechsmonatigen Pilotprojekts stattet die Rheinbahn ab Anfang Juli zunächst rund zehn Kameras am U-Bahnhof „Heinrich-Heine-Allee“ mit der KI-Technologie aus. Das System wird darauf trainiert, sicherheitsrelevante Ereignisse wie Gewalthandlungen oder Personen im Gleisbereich zu erkennen und automatisch Alarm auszulösen. Die KI analysiert die Videobilder ausschließlich in Echtzeit und speichert selbst keine Daten dauerhaft.

Damit die KI typische Situationen im Betriebsalltag zuverlässig unterscheiden kann, trainiert die Rheinbahn das System während der Betriebsruhe mit nachgestellten Szenarien.

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