Warum die Straßen Düsseldorfs in miserablem Zustand sind

Es ist mir in letzter Zeit so oft aufgefallen, dass ich das jetzt dringend thematisieren muss: Düsseldorfs Straßen sind in einem erbärmlichen Zustand! Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller muss hier wohl mal sehr energisch auf den Tisch hauen.

  • Es sind nicht nur Schlaglöcher, die nicht repariert werden.
  • Genauso schlimm ist die überall sichtbare Schlamperei bei der Ausführung von Reparaturarbeiten

Ich zeige hier einige Bilder von Missständen an Straßen. Ich habe nicht bewusst nach schlimmen Stellen gesucht, nur rasch mal fotografiert, was mir auf meinen regulären Wegen aufgefallen ist. Sogar mein recht großer Volvo signalisiert mir, oft alle hundert Meter wie auch auf der Prinz-Georg-Straße, die Erschütterungen durch Unebenheiten.

Verantwortlich für den Zustand der Straßen ist das Amt für Verkehrsmanagement. Das wurde bis Februar geführt von Katharina Metzker (Foto), die aus undurchsichtigen Gründen

Katharina Metzger.
Foto: Stadt Düsseldorf / Uwe Schaffmeister

gekündigt hat. Beigeordneter Jochen Kral (Grüne) war bei der Amtseinführung sehr angetan von ihr: „“Ich freue mich, dass wir Katharina Metzker als Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement gewinnen konnten“. Von Januar 2023 bis Februar 2026 bewies Metzker, dass sie die falsche Frau für das Amt war. Hier hatte ich sie im letzten Jahr noch kritisiert.

Baustellen, an denen nicht gebaut wird, Straßen, an denen Reparaturen so miserabel ausgeführt werden, dass kein Auftraggeber, schon gar nicht eine Stadtverwaltung, die Steuergelder ausgibt, sie akzeptieren dürfte – das ist der Status.

In Greifswald, wo Katharina Metzker in ähnlicher Position wie in Düsseldorf war, ist sie schon nach der Probezeit Ende März 2019 aus dem Amt ausgeschieden. Rausgeflogen? Zumindest verschwieg die Stadt ihren Austritt verschämt und die Ostsee Zeitung fragte Monate später, im Juli 2019, als ihr Weggang bekannt wurde: „Was ist da los?

Immerhin drei Jahre, 2019 bis 2022, wirkte Metzker in Darmstadt, bevor sie am 1. Januar 2023 in Düsseldorf antrat. Als sie bereits im Februar dieses Jahres wieder ausschied, titelte die Rheinische Post: „Krise im Amt – Umbruch bei der Verkehrsverwaltung in Düsseldorf – jetzt geht auch die Amtsleiterin“. Die Zeitung: „Die Amtsleiterin hat überraschend gekündigt.“

Was mochten die Gründe dafür sein, dass es sie nirgendwo lange hielt?

Mit der kommissarischen Amtsleitung wurde jetzt mit André Odenthal (Foto) ein fachfremder langjähriger Mitarbeiter der Stadt betraut, der sich auf seinem Xing-Profil die Fähigkeit bescheinigt, „Dinge und Abläufe effizient zu organisieren.“ Ein Nachfolger für Frau Metzker wird gesucht, da kann man nur eine glückliche Hand wünschen.

Foto: Xing/privat

Man darf also, insbesondere in Anbetracht der vielen Beweise im Straßenbild, konstatieren, dass unser Amt für Verkehrsmanagement auf der ganzen Linie versagt hat. Baustellen, auf denen nicht gebaut wird, gibt es übrigens weiterhin, u.a. aktuell in der Bagelstraße.

Ich fragte die Stadtverwaltung:

Finden regelmäßige und planmäßige Begutachtungen des Straßenzustands statt – etwa nach Planquadraten oder reagiert die Stadt auf Hinweise von Bürgern?

Die Antwort: „Das Amt für Verkehrsmanagement führt regelmäßig Zustandserfassungen und Bewertungen durch, um instandsetzungsbedürftige Straßen im Stadtgebiet zu erkennen und hieraus eine entsprechende Prioritätenliste zu erstellen. Darüber hinaus werden öffentliche Verkehrsflächen regelmäßig von besonders geschultem Personal des Amtes für Verkehrsmanagement kontrolliert, um Schäden zu erkennen und ggf. erforderliche Maßnahmen zur Gewährleistung eines verkehrssicheren Zustands einzuleiten.“ Es würden jedoch auch Hinweise aus der Bevölkerung entgegengenommen

Das mit der Begutachtung der Straßen scheint nicht so richtig zu klappen, wie man in der ganzen Stadt beobachten kann. Hier aber die korrekte E-Mail, wenn Ihnen Schlaglöcher oder andere Mängel auffallen: strassenbau@duesseldorf.de.

Reparaturaufträge vergibt das Amt für Verkehrsmanagement. Die Stadt teil dazu folgendes mit:

„Das Amt für Verkehrsmanagement hat Jahresverträge mit mehrjähriger Laufzeit mit verschiedenen Fachfirmen zur Ausführung der einzelnen Gewerke.“ Ausschreibungen von Bauleistungen erfolgten „je nach Einzelfall, ab einem Auftragsvolumen von 200.000 Euro, bei Steinsetzarbeiten bzw. bei Asphaltarbeiten ab 300.000 Euro.

Meine Anmerkung dazu: Mehrjährige Verträge, das wünscht sich jeder Dienstleister, solche Verträge sollten maximal ein, zwei Jahre laufen, mehr hat „ein G’schmäckle“.

Die Frage, wer die Ausführung der Reparaturarbeiten kontrolliert, beantwortet die Stadt so:

„Der jeweils zuständige Mitarbeiter des Amtes für Verkehrsmanagement begleitet die beauftragten Baumaßnahmen.“

Wer halbwegs aufmerksam durch die Stadt fährt, sieht überall, dass das überhaupt nicht funktioniert. Hier einige zufällige Beispiele:

Grabbeplatz: Darf eine Stadt, die sich ihrer Altstadt erfreut, ihre Kopfsteinpflaster-Straßen derartig verhunzen? Und das noch vor zwei wichtigen Museen, die Publikumsmagneten sind. Einige Meter weiter hat man ein Schlagloch gerade eben zum zweiten Mal in kurzer „ausgebessert“ – auch hier Asphalt auf Kopfsteinpflaster. Auf dieser Straße rumpelt’s richtig. Fotos: Düsseldorf Blog

Auf der Ahnfeldstraße sieht es an einigen Stellen so aus

Erst vor Tagen „repariert“: Lennéstraße in Pempelfort – man merkt den Niveauunterschied beim Überqueren deutlich. Außerdem ist die Ausführung hässlich, wie man sieht

 

 

 

 

 

 

Foto oben: Diese „Reparatur“ auf der Tußmannstraße begeistert gleichfalls dadurch, dass das Fahrwerk wegen des Niveauunterschiedes zwischen Reparatur- und restlicher Straßenfläche deutlich reagiert

Foto unten: In der Augustastraße in Pempelfort klaffte noch vor Wochen – man sieht noch die Umrisse – ein ansehnliches Schlagloch. So sieht heute die Reparatur aus

 

 

 

 

 

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