
Traumhafter Anblick – Jahr für Jahr, das Blaue Band am Rhein. Fotos: Landeshauptstadt Düsseldorf / Wilfried Meyer
Die frühlingshaften Temperaturen der vergangenen Tage haben die Krokusblüten in Düsseldorfs Grünanlagen in voller Pracht aufblühen lassen. Seit Ende Februar verzaubert das „Blaue Band“ wieder die Menschen in der Landeshauptstadt.
Allein im Rheinpark setzte der Verein Pro Düsseldorf gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern und dem Gartenamt im Jahr 2008 fünf Millionen Krokuszwiebeln in die Erde. Im Oktober 2019 folgte eine weitere Pflanzung mit einer Million Zwiebeln im nördlichen Rheinpark. Um Lücken zu schließen, wurden im vergangenen Oktober auch im südlichen Abschnitt des Rheinparks 1,24 Millionen zusätzliche Krokuszwiebeln nachgepflanzt. Mit Erfolg: Nun zieht sich endlich wieder ein blau-violettes Blütenmeer durch die Parklandschaft in Golzheim.
Vielfalt in Blau-Violett
Die Farbnuancen des „Blauen Bandes“ reichen von kräftigem Dunkelviolett bis hin zu zarten, hellen Lilatönen. Damit sich der Blütenzauber möglichst lange hält, wurden verschiedene Krokusarten kombiniert: Frühlings-Krokus (Crocus vernus), Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus), Griechischer Zwerg-Krokus (Crocus sieberi Firefly) sowie Botanischer Krokus „Blue Pearl“ (Crocus chrysanthus Blue Pearl). So entstehen lebendige Blütenteppiche, die zum Staunen, Fotografieren und Genießen einladen.
Geschichte des „Blauen Bandes“
Vorlage für das „Blaue Band“ ist der Husumer Schlosspark. Dort pflanzten Mönche vor 400 Jahren Krokusse, die dort seither den Frühling ankündigen. Der Verein Pro Düsseldorf griff die Idee 2008 auf – mit dem Ziel, den Flussraum im Frühling stärker erlebbar zu machen und gleichzeitig ein identitätsstiftendes Symbol für eine blühende Stadt zu schaffen. Die Landschaftsarchitektin Annette Weber schlug die Form des Pflanzbandes vor: Die geschwungene Form greift die Bewegung des nahen Stroms und die Linienführung der Rheinuferpromenade auf. So entstand ein Motiv, das Natur und Stadtraum verbindet und jedes Jahr aufs Neue erlebbar ist.
