Während der Düsseldorf Fashion Days zeigt das Goethe-Museum im Schloss Jägerhof, Jacobistraße 2, am Wochenende 25. und 26. Juli, wie extravagant die Mode um 1800 sein konnte.
Die Entführung in die Modewelt geht einher mit Originalausgaben und wandfüllenden Abbildungen aus dem „Journal des Luxus und der Moden“, dem ersten großen deutschsprachigen Modemagazin.
Es ist ein Ausflug in die fantasievolle und bisweilen skurrile Welt der Haar-, Hauben- und Hutmoden der Goethezeit. Den Modebegeisterten um 1800 konnten die neuesten Kreationen nicht ausgefallen genug sein. Herren trugen Cäsaren-Haarschnitte wie den sogenannten Tituskopf und dazu große goldene Ringe in beiden Ohren. Bei den Damen reichte das Spektrum von der „Coiffure à la Méduse“ mit schlangenartigen Locken über Turbane und Hauben in Form des römischen Pantheons oder des Helms der Göttin Minerva bis hin zu Bienenkorb-, Pyramiden- und Krokodilshüten. Sogar ganze ausgestopfte „Paradiesvögel“ dienten als Haarschmuck.
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