Hauptbahnhof: Attraktiveres Entrée für Düsseldorf

Der Konrad-Adenauer-Platz soll zu einem attraktiven Entrée der Landeshauptstadt umgebaut werden. Komfort und Sicherheit sollen laut Stadt im Mittelpunkt stehen. Der Platz soll übersichtlicher und grüner werden. Der Rat hat die umfassende Neugestaltung gestern beschlossen.

Laut OB Dr. Stephan Keller soll „die Neugestaltung auch die Aufenthaltsqualität und Attraktivität der Fläche für die Menschen unserer Stadt sowie für unsere nationalen und internationalen Gäste nachhaltig erhöhen.“

Bahnfahrer sollen künftig von Barrierefreiheit profitieren können, auf der gesamten Bahnsteiglänge wird stufenloser Ein- und Ausstieg möglich sein. Auch die Bus-Haltestellen werden vollständig barrierefrei ausgebaut. Darüber hinaus werden die Haltestellenanordnung optimiert und die Haltestellen verlängert. Durch die Neuanordnung der Straßenbahnhaltestellen mit einer klaren Trennung nach Fahrtrichtung, halten die Straßenbahnen zukünftig jeweils vor dem zentralen Fußgängerüberweg in der Achse der Friedrich-Ebert-Straße.

Durch längere Bahnsteige soll sichergestellt werden, dass zwei hintereinander am Bahnhof ankommende Straßenbahnen an der Haltestelle halten können. Die Bussteige werden ebenfalls in einer Länge von 60 Metern ausgebaut. Dabei können an einem Steig zwei Busse hintereinander halten. Durch die geänderte Anordnung der Haltestellen verringert sich der Flächenbedarf für die Rheinbahn, was der Aufenthaltsqualität zugute kommen soll. Die Gleiskörper werden begrünt.

Der Parkplatz für das Kurzzeitparken und die Taxistände wurden vom südlichen Teil es Platzes auf den nördlichen verlegt. Leidtragende sind die Autofahrer, die auf viele Parkplätze verzichten müssen. Die Parkstände für Kurzzeitparkplätze sieht künftig nur noch 30 statt wie noch im Wettbewerb vorgesehen 75 Parkplätze vor.

Der Politik der Stadtverwaltung folgend, wonach Autoverkehr verdrängt und Fahrradfahren massiv gefördert wird, werden rund um den Konrad-Adenauer-Platz die Radwege erheblich ausgebaut.

Mit der Entscheidung für den Standort des Grundstücks Hansahaus (Harkortstraße 2-4/Konrad-Adenauer-Platz 13) wurde auch die Entscheidung zur Realisierung des Gesundheitsamtes und einer ebenerdig erschlossenen, im Erdgeschoss und Untergeschoss untergebrachten Fahrradgarage mit 1.900 Fahrradabstellanlagen getroffen. Auf dem Konrad-Adenauer-Platz sind, verteilt auf die nördliche und südliche Platzhälfte und unmittelbar am Zweirichtungsradweg gelegen, 120 Fahrradstellplätze, 100 Abstellanlagen für Stadträder (Sharingsystem) und 100 E-Scooter vorgesehen.

Der Entfall des Parkplatzes für Kurzzeitparker und Taxis, so die Stadt, „ermöglicht die Umsetzung einer qualitativ hochwertigen Aufenthaltsfläche.“ Dort sind zahlreiche Baumpflanzungen sowie Sitzgelegenheiten als einzelne um die Bäume angeordnete Bänke vorgesehen. In der unmittelbaren Nähe des Hauptbahnhofeingangs ist darüber hinaus ein Brunnen geplant, der den Platz nahe dem Haupteingang betont sowie zur Kühlung beiträgt. Auf der nördlichen Platzfläche sollen ebenfalls Bäume gepflanzt werden.

Die Kostenschätzung für die Um- und Neubaumaßnahmen leigt derzeit bei 86,52 Millionen Euro. Dieser Betrag soll anteilig von Rheinbahn und Landeshauptstadt aufgebracht werden. Für die Finanzierung der Maßnahme werden in der weiteren Planung auch Zuwendungen bei Fördermittelgebern beantragt, wozu bereits vorbereitende Vorgespräche stattfanden.

Im Zuge der Baumaßnahmen plant auch die Deutsche Bahn eine grundlegende Erneuerung des Empfangsgebäudes und einen möglichen Neubau eines Hochhauses mit Tiefgarage und Ladehof.

Beitragsbilder: Landeshauptstadt Düsseldorf

noch keine Kommentare

Antworten

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.