Warum es richtig war, aus dem ADAC auszutreten

Ich hatte berichtet, dass ich wegen der Äußerungen des ADAC-Verkehrsdirektors Gerhard Hillebrand zu CO₂- Bepreisung aus dem Verkehrsclub ausgetreten bin – wie viele tausend Mitglieder mehr.

Die Antwort des ADAC bestätigt mich, dass meine Entscheidung richtig war.

Hillebrand hatte Äußerungen von sich gegeben, die ich als Schlag ins Gesicht der ADAC-Mitglieder verstehe. Hier noch einmal seine Äußerungen, darunter die Originalantwort des ADAC:

„Der ADAC hält die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen.“

„Die Leute brauchen einen Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen.“

„Europa muss an ehrgeizigen CO₂-Minderungszielen festhalten, denn wir müssen die Erderwärmung begrenzen.“

„Wir verstehen, dass die Berichterstattung zum Thema CO2-Preis bei vielen Menschen
Fragen und Sorgen ausgelöst hat. Daher möchten wir die Aussagen aus
dem betreffenden Interview gerne einordnen.
Der Verkehrspräsident des ADAC hat darin erläutert, dass ein CO2-Preis grundsätzlich
ein mögliches Instrument sein kann, um die Reduktion klimaschädlicher
Emissionen zu unterstützen. In Teilen der Medienberichterstattung wurde diese
Aussage jedoch verkürzt wiedergegeben, sodass der Eindruck entstehen konnte,
der ADAC befürworte pauschale Kraftstoffverteuerungen. Dies entspricht nicht
der Position des Clubs.
Im vollständigen Interview wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Maßnahmen
dieser Art behutsam eingeführt werden müssen, um starke Preisschwankungen zu vermeiden und die Belastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher zu begrenzen. Für den ADAC ist entscheidend, dass Mobilität für alle bezahlbar bleibt.
Aus diesem Grund setzt sich der ADAC auch für Entlastungen ein – unter anderem ganz aktuell erfolgreich für die Anhebung der Entfernungspauschale ab Januar 2026. Grundsätzlich gilt: Der ADAC knüpft eine stärkere Bepreisung von CO2-Emissionen an die Bedingungen, dass die Politik Entlastungen schafft und das Angebot an erneuerbaren Energien für neue und für bereits genutzte Pkw verbessert: Das gilt für bezahlbaren
Strom und alternative Kraftstoffe. Auch das Angebot für andere Verkehrsmittel sollte besser werden.
Mit dem Interview sollte genau diese Balance verdeutlicht werden: Bezahlbarkeit muss bei allen Klimaschutzmaßnahmen mitgedacht werden.“

Der ADAC wendet sich damit von all den Autofahrern ab, die den Verbrenner bevorzugen. Gleichzeitig spricht er sich für eine öko-ideologische Planwirtschaft aus, wenn er einerseits Preiserhöhungen befürwortet und andererseits Entlastungen der Autofahrer fordert.

Der Hinweis, Äußerungen seien verkürzt wiedergegeben worden, trifft nicht. Klarer als Hillebrand seine Vorzüge für Elektromobilität formuliert hat, kann man es nicht ausdrücken. Ich hoffe, dass noch mehr ADAC-Mitglieder austreten und Herr Hillebrand in dem Automobilclub seine Zukunft hinter sich hat.

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