Demo glimpflich verlaufen – Halloween-Nacht mit Körperverletzungen

Auch einen Wasserwerfer hatte die Polizei an der Kö bereitgestellt – er musste nicht zum Einsatz kommen

Kompliment an die Düsseldorfer Polizei. Wohl auch dank umsichtiger Vorbereitung blieben uns gestern Ausschreitungen bei der Demonstration von „Gen Z regelt“ erspart. Die meisten der geschätzt 2500 Teilnehmer demonstrierten friedlich für ihre Ziele wie bessere Bildung, niedrigere Lebenshaltungskosten, mehr Klimaschutz und Ablehnung einer Wehrpflicht.

Trotzdem des glimpflichen Verlaufs gab es massive Staus in der Innenstadt und mehrere Rheinbahn-Linien klebten an den Schienen.

 

Pyrotechnik auf Polizeibeamten

 

Kurz vor 16 Uhr hatten sich Teilnehmer der Demo am Konrad-Adenauer-Platz versammelt. Die Demo begann mit mehreren Redebeiträgen und zog dann über die Graf-Adolf-Straße und beide Seiten der Königsallee.

Zwischenfälle:

  • Ein Polizeibeamter wurde mit Pyrotechnik beworfen – ein Strafverfahren wurde eingeleitet.
  • Nach Erreichen des Zielortes Johannes-Rau-Platz warfen Sympathisanten Pyrotechnik von der Rheinkniebrücke auf die Anwesenden. Zwei Tatverdächtige wurden identifiziert: Strafanzeigen!

Im Rahmen des fortlaufenden Einsatzes nach Abschluss der insgesamt vier Demonstrationen hielt die Polizei weiter die Augen offen. An der Neustraße kassierten Beamte sogenannte „Polenböller“ sowie eine professionelle „Kugelbombe“ ein. Am Landtag führte jemand eine Messer und eine Gasmaske mit sich. Auch hier wurden Strafanzeigen ausgestellt.

 

Halloween-Stress – viele Körperverletzungen

 

Diverse Körperverletzungen und das Zünden von Pyrotechnik prägten das Bild der Halloween-Nacht.

Yvonne Haack, Leiterin der Führungsstelle und Polizeiführerin der Nacht:

„Halloween war für uns eine arbeitsreiche Nacht, aber insgesamt ohne außergewöhnliche Herausforderungen. Unser Konzept hat sich auch in diesem Jahr wieder bewährt. Durch die hohe Präsenz unserer Einsatzkräfte und ihr frühzeitiges Einschreiten konnten zahlreiche Konflikte rechtzeitig entschärft werden, sodass viele Auseinandersetzungen gar nicht erst eskalierten.“

Die Altstadt füllte sich relativ spät, ab etwa 00:30 Uhr wurde die Stimmung der inzwischen deutlich alkoholisierten Altstadtgästen aggressiver, die Zahl und Intensität der Einsatzanlässe nahm merklich zu und blieb laut Polizei bis etwa 04:30 Uhr auf konstant hohem Niveau.

 

Schreckschusswaffe

 

Die Beamten mussten sich verstärkt mit Körperverletzungsdelikten, Streitigkeiten, randalierenden Personen und Menschen in hilflosen Situationen befassen. Darüber hinaus führten die Einsatzkräfte gezielte Personenkontrollen durch. Dabei standen sowohl die Fahndung nach gesuchten Personen als auch die Einhaltung der Waffenverbotszone im Mittelpunkt. So konnte bei einem Altstadtbesucher eine Schreckschusswaffe aufgefunden und eine entsprechende Ordnungswidrigkeitsanzeige gefertigt werden.

Gegen 04:45 Uhr leerten sich die Straßen deutlich. Das Tanz- und Musikverbot, welches aufgrund des stillen Feiertags „Allerheiligen“ ab 05:00 Uhr galt, wurde eingehalten.

Beitragsbild: Vorsicht besser als Nachsicht – doch anders als z.B. in Berlin und Frankfurt gab es keine Gewalttätigkeit beim Zug der Demonstration.

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