Der Trick war einfach: Er stahl Autos, etwa in den Niederlanden und in Frankreich und verkaufte sie zu einem günstigen Preis. Schnäppchenjäger ließen sich wohl deshalb darauf ein, den 32-jährigen Serben an einem von ihm vorgeschlagenen Ort zu treffen. Hier überreichten sie ihm Bargeld – und ein gestohlenes Auto, dessen Besitzer sie aus juristischen Gründen nicht werden konnten. Der Kfz-Betrüger, der in mehreren Fällen unter falscher Identität, mit gefälschten Papieren gestohlene Fahrzeuge mittels Internetplattformen angeboten und bei Verkaufstreffen veräußert hat, ist jetzt festgenommen worden. Ermittlerteams aus Düsseldorf und Koblenz schlagen in Asbach, Rheinland-Pfalz zu.
- So soll der 32-Jährige am 1. Februar 2026 einem Zeugen einen Toyota Corolla angeboten und ein Verkaufstreffen am Höherweg in Düsseldorf vereinbart haben. Dieses Auto war jedoch kurz zuvor in den Niederlanden gestohlen worden. Der „Käufer“ übergab eine Anzahlung, bei einem Folgetreffen wurde ihm ein Rucksack mit Bargeld und diverse Elektronikartikel aus seinem Auto gestohlen.
- Im April 2026 soll der Serbe einen Hyundai an einen weiteren Geschädigten für 20.000 Euro „verkauft“ haben. Auch dieses Auto war nachweislich kurz zuvor in den Niederlanden gestohlen worden. Auch bei diesem Verkaufstermin in einem Parkhaus an der Goebenstraße soll der Tatverdächtige unter einer Aliaspersonalie aufgetreten sein.
- Im Mai 2026 soll der Mann einen gestohlenen Toyota Corolla bei einem Treffen am Höherweg in Düsseldorf für 24.500 Euro „veräußert“ haben. In diesem Fall sollen ebenfalls falsche Personalien und gefälschte Fahrzeugpapiere von dem Tatverdächtigen genutzt worden sein.
- Im Juni 2026 soll der Tatverdächtige bei einem Verkaufstreffen in der Straße An der Icklack in Düsseldorf einen Audi für 21.500 Euro verkauft haben, der kurz zuvor in Frankreich entwendet worden war.
Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Die Polizei warnt:
Vertrauen Sie keinen Gebrauchtwagenangeboten, die zu schön sind, um wahr zu sein.
Vorsicht, wenn ausschließlich Barzahlung akzeptiert wird. Von sogenannten Straßengeschäften, also Treffpunkten die sich nicht an der Wohnadresse des Anbieters befinden, sollten Sie Abstand nehmen.
Bestehen Sie auf einen Ausweis des Verkäufers und dokumentieren Sie diesen.
Informieren Sie beim leisesten Verdacht die Polizei.
Bestehen Sie darauf, das gekaufte Fahrzeug ausschließlich mit beiden Fahrzeugschlüsseln und allen Dokumenten zu übernehmen.
Seien Sie misstrauisch, wenn der Account des Verkäufers auf der Plattform erst kurz vor dem Verkauf erstellt wurde und keinerlei Rezensionen oder Bewertungen aufweist.
Auffällig neuwertige Dokumente bei älteren Fahrzeugen sowie Schreibfehler in diesen Papieren können ein Hinweis auf dubiose Geschäftspraktiken sein.
Beitragsbild: KI-generiert
