Die Friedrichstraße, früher eine beliebte Einkaufsstraße, heute Denkmal unprofessioneller Stadtplanung und Schrecken der Autofahrer, ist ab morgen, Mittwoch, wieder befahrbar. Das Teilstück zwischen Herzogstraße und Graf-Adolf-Platz ist nicht mehr gesperrt.
Der Verkehr rollt dann auf frisch aufgebrachtem Asphalt, heute sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.
Die Dauerbaustelle Friedrichstraße darf als Experiment grüner Stadtplanung betrachtet werden. Die für Düsseldorf bedeutende Hauptverkehrsstraße soll künftig – Überraschung! – einen breiten Fahrradweg erhalten. Bäume und Bänke sollen zum Verweilen anregen.
Kann man eine Magistrale und im Gedächtnis der Düsseldorfer als beliebte Geschäftsstraße verankerte Straße derartig ummodeln? Nachdem bekannt wurde, wie der Rat die Königsallee zur Fahrradmeile mit heftig reduzierten Parkplätzen umgestalten will, verwundert diese Planung nicht.
Die Stadt formuliert das Konzept für die fünf Kilometer lange Friedrichstraße wie folgt:
„Vorgesehen sind unter anderem ein durchgängiger, rund zweieinhalb Meter breiter Radfahrstreifen mit Sicherheitstrennstreifen, breitere Seitenräume sowie multifunktionale Flächen für Liefer- und Ladeverkehr, Fahrradabstellanlagen, Begrünung und Aufenthaltsbereiche.“
