Warum in NRW mehr Abschiebungen scheitern als gelingen

Wie das Online-Portal NIUS berichtet, sind 2025 in NRW mehr Abschiebeversuche gescheitert als gelungen. Bis zum Stichtag 31. Oktober 2025 weist die Landesregierung laut NIUS 3.496 vollzogene Rückführungen und 4.020 gescheiterte Abschiebungen aus. Das Portal bezieht sich auf eine Antwort der Landesregierung auf eine sogenannte Kleine Anfrage der Abgeordneten Enxhi Seli-Zacharias (AfD).

Verantwortlich für Abschiebungen war die soeben zurückgetretene Josefine Paul (Grüne), Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration. Anders als in den anderen Bundesländern liegt in NRW die Verantwortung für Abschiebungen nicht beim Landesinnenminister. Herbert Reul (CDU) hätte gewiss eine bessere Erfolgsquote vorzuweisen. Paul stand massiv wegen des islamistischen Attentats 2023 in Solingen unter Kritik. Der Attentäter (drei Tote, acht Verletzte) hätte längst abgeschoben sein sollen.

Häufigster Grund (882 Fälle): Die Abzuschiebenden waren nicht anwesend. Damit, so die Erfahrungen, gibt man sich zumeist zufrieden und kommt nicht noch ein- oder zweimal wieder. Zweithäufigster Grund für misslungene Abschiebungen: Die Migranten waren untergetaucht (417 Fälle). An dritter Stelle (232 Fälle) steht das „Kirchenasyl“.
Beitragsbild: Josefine Paul / Foto: Adam Aboudou, Wikimedia Commons
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