„Haschu Haschisch in der Blutbahn, kannst du fliegen wie ein Truthahn“ – so lautete einer der Alternativslogans Ausgang der Achtziger Jahre.
Mit Haschisch in der Blutbahn kannste nicht mehr Auto fahrn, das sollten sich all die merken, die auf dem Weg zur oder von der Hanfmesse im Areal Böhler am Wochende die Polizeikelle sahen. Die mobilen Einsatzteams hatten im Umfeld des Areal Böhler gezielt Fahrzeuge kontrolliert, die von oder zum Veranstaltungsgelände fuhren.
Am Freitag wurden 30 Autofahrer positiv auf Betäubungsmitteleinfluss getestet, wovon bei 27 Fahrern der Verdacht des Fahrens unter dem Einfluss von THC bestand, einer möglicherweise unter dem Einfluss von Kokain und ein weiterer unter dem Einfluss von THC und Amphetamin sowie einer unter dem Einfluss von THC und Kokain hinter dem Steuer saß. Allen wurden Blutproben entnommen. Weitere acht Fahrer wurden wegen des Verdachts einer Straftat – Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Verstößen gegen das Betäubunghsmittel- und Konsumcannabisgesetz ermittelt. Ein 29-Jähriger wurde mit rund 70 Gramm Marihuana erwischt.
Am Samstag ergab sich 27-mal der Verdacht des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln im Straßenverkehr. Positiv auf THC wurden 18 Fahrer getestet. Ein 21-Jähriger aus Düsseldorf erwies sich als offenkundiger „Fan“ der Schwerpunktkontrollen. Bereits am Freitag war unter Betäubungsmittel-Einfluss in die Kontrolle gerauscht, am Samstag dann gleich noch mal. Ihm drohen nun ein Bußgeld von 1000 Euro und ein verlängertes Fahrverbot.
Reiche „Ernte“ auch am Sonntag: 31 be- oder zugedröhnte Fahrer gingen ins Netz der Polizei. Folge: Blutproben, zwei Strafverfahren wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr und 29 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Ein Führerschein wurde noch vor Ort beschlagnahmt.
