Verdis Il trovatore: Neuinszenierung nach 25 Jahren – Premiere am Samstag

Mit Giuseppe Verdis Oper Il trovatore bringt die Deutsche Oper am Rhein zum Ende der Spielzeit eines der leidenschaftlichsten und dramatischsten Werke des italienischen Opernrepertoires auf die Bühne.

Szene aus Il Trovatore – Fotos: Sandra Then

25 Jahre nach der letzten Vorstellung am Haus feiert Il trovatore am Samstag, 27. Juni, um 19.30 Uhr,  in einer Neuinszenierung von Jens-Daniel Herzog Premiere im Opernhaus Dsseldorf. Antonino Fogliani übernimmt die musikalische Leitung.

Der eigentlichen Handlung geht ein Ereignis voraus, dessen düstere Schatten bis in die Gegenwart reichen: Nachdem ihre Mutter als vermeintliche Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, schwört ihre Tochter Azucena, ihren Tod zu rächen.

Zur Vergeltung entführt sie einen der Söhne des alten Grafen Luna, der für die Hinrichtung verantwortlich ist. Im Wahn der Rache erkennt sie jedoch nicht, dass sie nicht den Sohn des verhassten Grafen, sondern ihr eigenes Kind tötet. Aus diesem Trauma entspinnt sich eine Geschichte über Rivalität, Rache, Rausch und dunkle Familiengeheimnisse, die Verdi mit dramatischer Intensität, lebendig gezeichneten Charakteren und ausserordentlichem melodischem Reichtum entwickelt.

„Die Oper erzhlt vom Fanatismus auf beiden Seiten, aber gleichzeitig sind die Menschen immer noch Menschen mit ihrem Leben, ihrer Leidenschaft, ihren Bedürfnissen und Liebesgeschichten“, sagt Regisseur Jens-Daniel Herzog. Für die Protagonisten und den sehr präsenten Opernchor hat der Bühnen- und Kostümbildner Johannes Schütz ein- und durchsichtige Räume entworfen, in denen das Private öffentlich verhandelt und Konflikte beschleunigt werden.

 

Musikalisch ist die Oper, die mit Rigoletto und La traviata zu Verdis populrsten Werken gehrt, bei Antonino Fogliani bestens aufgehoben: Er dirigiert die Dsseldorfer Symphoniker, den Chor der Deutschen Oper am Rhein (Leitung: Albert Horne) und ein hochkartiges Ensemble, das mit Ramona Zaharia (Azucena), Bogdan Baciu (Graf von Luna), Bogdan Talo (Ferrando), Luiza Fatyol (Leonora), Mara Guseynova (Ines) und Henry Ross (Ruiz) fast vollstndig aus dem eigenen Haus besetzt ist. Als Manrico gastiert Irakli Kakhidze alternierend mit Andrea Shin.

 

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