Düsseldorf ging es in der Vergangenheit zumeist gold. Doch nichts ist für die Ewigkeit, die Misswirtschaft der Bundesregierung schlägt auch der Landeshauptstadt ins Kontor. So bricht etwa die Gewerbesteuer massiv ein, die Stadt muss den Gürtel enger schnallen – bis aufs letzte Loch. Die Stadt hat jetzt den Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet – ein Gesamtvolumen von rund 4,4 Milliarden Euro. Zur Abdeckung von Kosten und Investitionen fehlen der Stadt 390,4 Millionen Euro in der Schatulle.
Stadtkämmerin Dorothée Schneider muss ans Eingemachte und greift dazu in die Rücklagen der Stadt, die damit bis auf einen kläglichen Rest zusammenschmelzen.
Die Stadt:
„Um auch zukünftig einen nur anzeigepflichtigen Haushalt aufzustellen, sind Konsolidierungen in mehrstelliger Millionenhöhe erforderlich. Die Verwaltung und die städtischen Beteiligungen müssen ihre Leistungen priorisieren und an die Ertragslage anpassen. Um zu einem strukturell ausgeglichenen Haushalt zurückzukehren, wird es noch einen mehrjährigen Kraftakt von Politik und Verwaltung erfordern.“
Zwar erziele die Landeshauptstadt mit weiterhin vergleichsweise niedrigen Steuerhebesätzen hohe Gewerbesteuereinnahmen. Diese seien jedoch bedingt durch konjunkturelle Schwächen rückläufig. Die Gewerbesteuer als größte Einnahmequelle der Landeshauptstadt hat sich im Vergleich zum Rechnungsergebnis 2024 um einen dreistelligen Millionenbetrag reduziert und verschärft somit die Konsolidierungserfordernisse.
„Auch in diesem Haushalt bewegen sich die Investitionstätigkeiten der Landeshauptstadt auf hohem Niveau“, kann Stadtkämmerin Dorothée Schneider gleichwohl verkünden: „Für die Jahre 2026 bis 2029 sind Investitionsauszahlungen in Höhe von 1,56 Milliarden Euro geplant. Im Jahr 2026 beträgt das geplante Investitionsvolumen rund 729,5 Millionen Euro. Die Schwerpunkte liegen im Jahr 2026 beim Schulbau mit 307,5 Millionen Euro, dem ÖPNV mit 59,4 Milionen Euro – davon 34,2 Millionen Euro für die Stadtbahnlinie U81 – sowie 40,2 Millionen Euro für Bauen und Wohnen – davon
39,4 Millionen Euro für das insgesamt 140 Millionen Euro große Impulsprogramm Wohnbauoffensive. Zudem sind für das Straßen- und Wegenetz 89,8 Millionen Euro – davon 5,4 Millionen Euro für Radwegenetze – und für den Rettungsdienst und die Feuerwehr zusammen 14,4 Millionen Euro angesetzt. Da diese Investitionen über Kredite finanziert werden müssen, wird der Ergebnishaushalt durch das aktuell vergleichsweise hohe Zinsniveau belastet.“
Zum Haushalt 2026 sind Eckwerte und eine Präsentation hier abrufbar.
