Niedrigwasser im Rhein – 1921 war’s schlimmer

Derzeit ist das Niedrigwasser im Rhein ein Thema. Dass die Kirmesfähre nur bedingt einsatzbereit war, hat für uns Düsseldorfer das Problem ins Bewusstsein gerückt. Hauptsächlich problematisch ist der Pegelstand für den Güterverkehr. Niedrigwasser bedeutet, dass Schiffe weniger laden können.  Es droht aktuell ein Pegel-Tiefstand von nur noch 23 Zentimetern. Damit liege der Pegelstand noch zwei Zentimeter unter dem Tiefstwert von Oktober 2018.

Dabei war es im vergangenen Jahrhundert noch  schlimmer. Am 4. November 1921 sank der Rheinabfluss bei Düsseldorf auf 589 Kubikmeter pro Sekunde – weniger als ein Drittel des heutigen langjährigen Mittelwerts von 2.120 m³/sec.. Ein Pegelvergleich ist nicht möglich, da der sogenannte Pegel-Nullpunkt seitdem geändert worden war. Trotz erheblicher Hitze (bis zu 39,4 Grad Celsius im Sommer 1921) und ausbleibender Regenfälle blieb der Rhein jedoch schiffbar.

Absolut unschiffbar war der Rhein 1942 – denn er war bei lang anhaltenden Temperaturen von -20 Grad komplett zugefroren. Die Website von Foto Koch zeigt das Foto unten und weist darauf hin, dass man zwischen Düsseldorf und Emmerich 80 Kilometer weit auf dem Rhein spazieren gehen konnte.

Beitragsbild: Der Rhein bei der Loreley im Juli 1921 – Foto: Informationsplattform Undine

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