Sollen Beiträge, die man von Künstlicher Intelligenz (KI) hat schreiben lassen, als solche gekennzeichnet werden?
Diese Diskussion ist derzeit im Gange. Befeuert wurde sie u.a. durch KI-Reden von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt und Beiträge von Springer-Chef Matthias Döpfner.
In dem Kontext meldet sich nun auch Moritz Döbler, Chefredakteur der Rheinischen Post, zu Wort. Als derzeitiger Sprecher des Deutschen Presserats erklärte er jetzt via dem KNA Mediendienst, dass er gegen eine Kennzeichnungspflicht sei.
Döbler: „Es ist sehr schwer zu definieren, ab wann ein Text ganz oder überwiegend KI-generiert ist.“ Großverleger Dirk Ippen schlägt dagegen eine freiwillige Markierung von KI-generierten Beiträgen vor. Dann wüssten alle Leser „auf jeden Fall, ob es direkt von dem Journalisten stammt oder ob es ein KI-erzeugtes Produkt ist“, sagt Ippen gegenüber „KNA“.
Ich selbst nutze KI – um mich zu informieren oder Bilder zu generieren, die ich dann entsprechend kennzeichne. Ich würde mir niemals von KI einen kompletten Beitrag schreiben lassen und ihn als meinen ausgeben. Ich erachte das auch als unethisch.
Informieren, recherchieren – ja, das Denken der KI überlassen – nein.
Was meint Ihr dazu? Freue mich über Kommentare.
Beitragsbild: RP Online
