„Endstation Sehnsucht“: Premiere mit Choreographie von John Neumeier

Zu erwarten ist großes Kino als Literaturballett! Das Ballett am Rhein zeigt am Freitag, 8. Mai 2026, 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf die Premiere von Endstation Sehnsucht in der Choreographie von John Neumeier. Die tragische Geschichte um Verlust, Liebe und Gewalt stammt von Tennessee Williams und gehört zu seinen bedeutendsten Werken.

John Neumeiers Sicht auf das aufwühlende Schicksal einer der interessantesten Frauenfiguren der Literatur des 20. Jahrhunderts ist in einer packenden Bilderfolge bis zum 9. Juli in neun weiteren Vorstellungen auf der Bühne der Deutschen Oper am Rhein in Dsseldorf zu erleben.

Endstation Sehnsucht erzählt von der verarmten Südstaatlerin Blanche DuBois. Sie musste den Abstieg ihrer wohlhabenden Familie und zahlreiche Schicksalsschläge erleben und sucht nun Zuflucht bei ihrer jüngeren Schwester in New Orleans. In einem beengten und aggressiven Lebensumfeld und getrieben von einer verzehrenden Sehnsucht und dem Gedanken, etwas Besonderes zu sein, verliert sie den Kontakt zur Wirklichkeit.

Für John Neumeier, der als Meister des Handlungsballetts gilt, ist A Streetcar Named Desire eines der größten Dramen der amerikanischen Literatur. Schriftsteller Tennessee Williams erhielt dafür 1948 den begehrten Pulitzer-Preis. Die Verfilmung von Elia Kazan mit Vivien Leigh und Marlon Brando von 1951 machte das Werk weltberühmt. Neumeiers Version des Klassikers entstand 1983 für das renommierte Stuttgarter Ballett mit Marcia Haydee als Hauptfigur. Bis heute gilt Endstation Sehnsucht als ein Höhepunkt in Neumeiers Schaffen, das mit einer Vielzahl von Preisen gewrdigt wurde. Die Choreographie ist unterlegt mit Sergei Prokofjews Visions fugitives op. 22 und Alfred Schnittkes Sinfonie Nr. 1.

Beitragsbild: Wurde für „A Streetcar named Desire“ mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet: Tennessee Williams

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