Der Präsident des Landkreistages NRW *, Olaf Gericke (CDU), registriert zunehmenden Widerstand gegen neue Windräder. Man erlebe derzeit, wie der Erfolg beim Ausbau der erneuerbaren Energie „regional in Akzeptanzverlust kippt“, sagte Gericke der „Rheinischen Post“.
Dabei geht es offenbar auch um den Bau außerhalb definierter Zonen im Zuge des sogenannten Re-Powering, der Wiederertüchtigung von Windrädern.
Der Widerstand gegen Windräder generell wäre indes Bürgerpflicht. Es handelt sich um eine Verschwendung gigantischer Steuermittel. Ich zitiere Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit ihrem aktuellen Beitrag in der FAZ:
„Ja, Wind und Sonne schicken keine Rechnung. Das Gesamtsystem aber sehr wohl. EEG-Kosten, Kapazitätsreserve, Netzreserve, Redispatch-Kosten, Netzsubventionen, Subventionen für die Senkung der Energiepreise – all das summiert sich auf Systemkosten von über 36 Milliarden Euro pro Jahr. Das sind 430 Euro für jeden Deutschen.“
Seit 2020 wurde die Windkraft- und Solar-Kapazität um 67 Prozent auf 189,5 Gigawatt erhöht, doch die daraus gewonnene Strommenge wies im ersten Quartal dieses Jahres ein Minus von fünf Prozent auf. Hauptgründe dafür sind fehlender Wind und Sonnenschein. Doch wenn der Wind zu stark ist und die Windräder durchgehend rotieren, tritt gleichfalls ein Problem auf. Am Osterwochenende etwa hatten wir ein massives Strom-Überangebot, das – gegen Bezahlung – ins Ausland verscherbelt werden musste, weil die Energie nicht gespeichert werden kann. Dadurch entstanden allein am vergangenen Wochenende Kosten in Höhe von 250 Millionen Euro – Steuergeld!
Das Wallstreet Journal attestierte Deutschland „die dümmste Energiepolitik der Welt„. Daran muss man immer wieder erinnern.
* Der Landkreistag NRW ist der kommunale Spitzenverband der 31 Kreise in NRW mit insgeamt rund 11 Millionen Einwohnern.
Beitragsbild: KI-generiert
