Der Düsseldorfer Klima-Irrsinn – Meinung sagen schwer gemacht

Die Stadt Düsseldorf, genauer: der Rat der Stadt, hat entschieden, dass unsere Stadt bis zum Jahr 2035 klimaneutral sein soll. Damit will man der Vorgabe des Bundes, Klimaneutralität bis 2045 darzustellen, um ein ganzes Jahrzehnt voraus sein.

Beide Ziele, das nicht nur völlig undurchdachte der Stadt Düsseldorf und auch das des Bundes werden nicht erreicht werden können.

In Düsseldorf wird derzeit zu 92 % mit fossilen Energieträgern geheizt, wobei der Löwenanteil auf Erdgas entfällt. Das hochmoderne Gaskraftwerk der Stadtwerke An der Lausward ist ein Musterbeispiel für Effizienz.

Das sogenannte Heizungsgesetz, 2023 von der damaligen Bundesregierung (SPD, Grüne, FDP), als Novelle zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen, will weg von fossiler Energie und sieht vor, dass ab 2045 folgendes gilt:

  • Wenn eine neue Heizung eingebaut wird, muss sie mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen. Das gilt bereits seit Januar 2024, wobei 2045 keine fossilen Brennstoffe mehr eingesetzt werden dürfen. Das heißt faktisch: Einbau der Wärmepumpe, alternativ Fernwärme.
  • Öl- und Gasheizungen dürfen weiter betrieben werden, es sei denn, sie gehen kaputt, dann: siehe oben.

 

Problem auch für Mieter

 

Die Ökoideologie des Gesetzes verschiebt enorme Kosten- und Planungsrisiken auf Eigentümer. Damit haben selbstverständlich auch alle Mieter ein Problem, denn die Kosten für teure Neueinbauten – so sie überhaupt technisch möglich sind – werden auf die Mieten umgelegt werden müssen.

Die Einführung sogenannter Klimaziele ist planerischer Wahnsinn und eine extreme Belastung aller Bürger, zumal viele technische Optionen mehr auf dem Papier als in der Realität existieren.

Privaten Immobilienbesitzern ist zu raten, so schnell wie möglich eine neue Gas- oder Ölheizung einzubauen, falls die alte Heizung bald zu schwächeln droht. Dann ist nur zu hoffen, dass die neue Heizung so lange hält, bis die Welle der Klima-Ideologie ausgelaufen ist. Das wird kommen, wenn sich gesunder Menschenverstand durchsetzt. Derzeit, siehe Sprengung des Kernkraftwerkstürme von Gundremmingen in Bayern, darf die Klimaideologie noch weiter wüten. Dass Friedrich Merz den Ausstieg aus der umweltfreundlichen Kernkraft als absolute Fehlentscheidung kritisiert hat, würde hoffen lassen – wenn sein Koalitionspartner nicht die böslinke SPD wäre.

 

Meinung sagen!

 

Konkret zu Düsseldorf: Die Stadt hat im Hinblick auf die gewünschte Rettung des Klimas rund um den Schlossturm eine „Kommunale Wärmeplanung“ durchgeführt. Bis zum 30. Januar können Bürger sich dazu noch äußern.

Die Strategien und Maßnahmen sind auf einer Infoseite so dargestellt, dass man nur bei längerer Beschäftigung damit versteht, was gemeint ist. Das niedrigschwellig anzulegen, hätte vermutlich zu viele Bürger zu Negativkommentaren verleitet. Wie auch immer: Auf dieser Seite  https://beteiligung.nrw.de/k/1020701  kann man zumindest über einen Link seine Meinung sagen.

Wer diese Maßnahme wie ich für unsinnig, planwirtschaftlich und übergriffig hält, kann so zumindest seinem Unmut Luft machen. Ich muss allerdings eine Warnung aussprechen: Wer in diesen „Bürgerdialog“ eintreten will, muss viel Zeit und Geduld mitbringen – komplizierter kann man eine solche Aufforderung zum Dialog kaum anlegen.

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