Die DNA-Spur führte zu den Geldautomaten-Sprengern – Festnahmen!

Erfolgreicher Schlag europäischer Strafverfolgungsbehörden gegen mutmaßliche Geldautomatensprenger

Unter Leitung der bei der Staatsanwaltschaft Düsseldorf angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten (ZeOS NRW) führt die Polizei Düsseldorf seit 2024 ein Ermittlungsverfahren gegen eine Bande von mutmaßlichen Geldautomatensprengern. Im Rahmen der grenzüberschreitenden Ermittlungen in Zusammenarbeit mit den österreichischen und niederländischen Strafverfolgungsbehörden wurden am 19. August vier Tatverdächtigen in Österreich festgenommen.

Ausgangspunkt des mit Unterstützung der Polizeibehörden Wuppertal, Mettmann, Neuss, Mönchengladbach und Viersen geführten Ermittlungsverfahrens war die Sprengung eines Geldautomaten in Solingen am 5. März 2024. Die Täter nutzten im Anschluss ein hochmotorisiertes Fahrzeug, um mitsamt der Beute vom Tatort zu fliehen. Im Zuge der Spurensicherung konnte am Tatort u. a. eine DNA-Spur gesichert werden, die einer in den Niederlanden lebenden Person zugeordnet werden konnte.

Durch den von diesem Zeitpunkt an intensiven Austausch mit den niederländischen Strafverfolgungsbehörden konnten im Umfeld des Spurenlegers zwei 28 und 32 Jahre alte niederländische Staatsangehörige identifiziert werden, die im Verdacht standen, an der Geldautomatensprengung in Solingen sowie fünf weiteren Geldautomatensprengungen in Bottrop (3. Juni 2024), Ennigerlohe (15. Oktober 2024), Medebach (31. Oktober 2024), Gänserndorf / Österreich (5. Februar 2025) und Neusiedl am See / Österreich (8. Februar 2025) beteiligt gewesen zu sein. Hierbei erbeuteten die Täter eine mittlere sechsstellige Summe und verursachten an allen Tatorten große Gebäudeschäden.

 

Verdeckte Ermittlungen

 

Aufgrund der im Februar 2025 in Österreich verübten Geldautomatensprengungen schlossen sich auch die österreichischen Strafverfolgungsbehörden den verdeckten Ermittlungen an. Im Rahmen der gemeinsamen Ermittlungen konnte Ende Juli 2025 die Einreise mehrerer Tatverdächtiger, insbesondere der beiden bereits bekannten niederländischen Staatsangehörigen, nach Österreich festgestellt werden. Am frühen Morgen des 19. August 2025 nahmen österreichische Spezialeinheiten die Tatverdächtigen nach einer Geldautomatensprengung in Hofkirchen (Bezirk Linz) fest.

Bei den festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um die beiden 28 und 32 Jahre alten niederländischen Staatsangehörigen, einen 19 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen aus Bochum und eine 25 Jahre alte niederländische Staatsangehörige. Parallel dazu wurden Durchsuchungsbeschlüsse für fünf Objekte in Bochum sowie vier weitere Objekte in s’Hertogenbosch (Niederlande) vollstreckt. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen konnten umfangreiche Beweismittel aufgefunden und sichergestellt werden. Gegen die vier in Österreich festgenommenen Tatverdächtigen wurden Haftbefehle erlassen und verkündet.

Aufgrund der grenzüberschreitenden internationalen Ermittlungen hat Europol die Aktivitäten der deutschen, niederländischen und österreichischen Strafverfolgungsbehörden umfangreich unterstützt.

Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der aufgefundenen Beweismittel, dauern an.

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