Airport Düsseldorf – als Shopping Mall auf den hinteren Plätzen

April 16, 2006 by  

Auf einer Ladenfläche von neun Quadratmetern wird am Münchner Airport mit Swatch-Uhren ein Jahresumsatz von 650.000 Euro gemacht, der Boss-Laden verkauft zwischen Start und Landung rund 3600 Anzüge jährlich und Dallmayr außer Kaffee rund eine Million Bratwürstchen. Unter 15 von der Beraterfirma A.T. Kearney unter die Lupe genommenen Airports ist München bei den so genannten „flugunabhängigen Erlösen“ die Nr.1 mit einem Umsatz von elf Euro pro Passagiere, gefolgt von Zürich (10,34 Euro), Oslo (8,88 Euro), Kopenhagen (8,25 Euro) und Frankfurt (7,32 Euro). Düsseldorf liegt mit 5,77 Euro pro Passagier im letzten Drittel – hinter Köln/Bonn (6,14 Euro) und Hamburg (6,06 Euro). Dabei sind diese Erlöse von großem Gewicht, denn die Einnahmen durch das Kerngeschäft schrumpfen.

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München erwirtschaftet mittlerweile die Hälfte des Jahresumsatzes durch Vermietung, Verpachtung, Parkgebühren, Werbeerlöse usw. Dabei gehen die bayerischen Marketingleute auch kreative Wege. So locken sie etwa die Bevölkerung im Umland mit Volleyball-Turnieren und installieren zur Fußball WM eine Megaleinwand mit einer Tribüne für 1000 Zuschauer. Da kann Düsseldorf International mit Blick nach Bayern noch lernen.

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